Historie

Golfgeschichte

Viel Spaß beim Lesen, Danny Witt Golf Academy

Golf in der Vergangenheit 

Niemand weiß genau, wann oder wo das Golfspiel erfunden wurde, aber es hat eine alte und edle Geschichte. Vor fünf Jahrhunderten spielte man in Schottland „Gowf“ oder „Goff“, wobei diese frühen Spiele dem Golf von heute nicht sehr ähnelten. 

Wettkämpfe, die dem Golfspiel ähnlich sind, werden seit Jahrhunderten fest überall auf der Welt gespielt. Beinahe jede Zivilisation scheint irgendeine Form von Stock – und Ballspielen entwickelt zu haben. In China kannte man sogar schon 200v. Chr. Ein Spiel, das dem Golf ähnelte.

Es ist nicht klar, welcher dieser Vorläufer des Golfs sich zu dem Spiel entwickelt hat, das wir heute kennen. Wahrscheinlich wurden die verschiedenen Versionen für das heutige Golfspiel so zusammengesetzt, daß sie unterschiedlichen Bedingungen, zum Beispiel dem Gelände oder dem Klima, optimal angepasst sind.

Manchmal war Golf eine recht ausgelassene Angelegenheit, und man spielte querfeldein. In Holland gab es ein golfähnliches Spiel, das auf Eis ausgetragen wurde; andere Varianten fanden auf vorschriftsmäßigen Plätzen statt. „Pele mele“ war ein solches Stock – und Ballspiel, bei dem der Ball allerdings durch einen Ring und nicht in ein Loch gespielt wurde. Der ehemalige „Pele mele“- Platz in London ist heute als „Pall Mall“- Straße bekannt.

Früher lag das Ziel des Spiels nicht immer darin, ein Loch zu treffen, es konnte sich auch um einen Ring oder einen bestimmten Punkt im Gelände wie zum Beispiel eine Kirchentür handeln. Auch die Ausrüstung veränderte sich – von den klobigen Stöcken hin zu den wunderschön gearbeiteten Golfschlägen des 19. Jahrhunderts. Der Feathery, ein Lederball, der mit gekochten Federn ausgestopft wurde, kostete damals allerdings dreimal soviel wie ein Schläger.

Um den Golfsport ranken sich viele Legenden. Charles 1. soll zum Beispiel erleichtert ein Spiel abgebrochen haben, als er die Nachricht von der Irischen Rebellion von 1641 erhielt – er lag sechs Schläge zurück und musste noch acht Löcher spielen. Bei der Gerichtsverhandlung über Königin Mary munkelte man, daß sie kurz nach der Ermordung ihres Gatten Golf gespielt habe.

Ein alter Brauch 

Golf hat sich viel von früheren Spielen geborgt, die mittlerweile in Vergessenheit geraten sind. Die Römer spielten zum Beispiel “ Paganica“; mit einem gekrümmten Stock oder Schläger versuchte man, einen Lederball zu schlagen.

Mitte des 14. Jahrhunderts spielte man in Frankreich und Belgien „Chole“. Es ging über einige Meilen querfeldein. Ein Team musste ein vorgegebenes Ziel erreichen, zum Beispiel eine Kirchentür. Nach jedem zweiten Schlag konnten die Spieler den Ball des Gegners in ein Hindernis spielen, beispielsweise in eine Hecke oder in einen graben, in Langes Graß oder über eine Mauer.

Ein ähnliches Spiel, „Cambuca“, gab es etwa zur selben Zeit in England. Eine Querfeldeinversion von „Pele mele“ – „jeu de mail“ – spielt man in Frankreich. Man nahm ein Langschäftiges Gerät, um einen hölzernen Ball an eine Markierung in einer halben Meile Entfernung zu schlagen.

Das „Gowf“, „Goff“ oder „Golfe“ aus Schottland und das „Colf“ aus Holland hatten bedeutenden Einfluss auf das heutige Golfspiel. Es ist viel darüber spekuliert worden, welche Version zuerst entstand, da es zwischen Holland und Schottland enge Handelsbeziehungen gab, die bis ins frühe 12. Jahrhundert zurückreichen.

„Colf“, ein ausgelassenes Spiel, wurde in Holland schon 1297 gespielt. Als Winterspiel fand es bevorzugt auf Landstassen und zugefrorenen Seen statt.

Golf war im 15. Jahrhundert in Schottland so populär, daß es dem Bogenschießen Konkurrenz machte. James 1. von Schottland verabschiedete 1457 daher ein Gesetz, das sowohl „Golfe“ als „Fute-Ball“ verbot. Zwei andere Gesetze verboten das Golfspiel, obwohl die schottischen König in Friedenzeiten selbst auf den Golfplätzen anzutreffen waren.

Die Entwicklung des Golfs auf den Britischen Inseln beschränkte sich auf die Ostküste Schottlands. An der Westküste wurde es erst Mitte des 19. Jahrhunderts beliebt, und von 1880 bis 1890 erlebte es einen großen Aufschwung.

Wachsende Leidenschaft 

Warum wurde das Golfspiel plötzlich so populär? Die Erfindung der billigen Guttapercha-Bälle, die den teuren Feathery von 1848 ersetzten, wird oft als Grund genannt. Aber von größerer Bedeutung war die Ausbreitung des Eisenbahnnetzes, wodurch die Menschen zu den Golfplätzen und den Ferienzentren für Golfspieler gelangen konnten.

Die Golfplätze breiteten sich von den Dünenlagen – auf streifen von unfruchtbarem Land zwischen Meer und Ackerland – bis in die Heidegebiete des Landesinnen aus. Wie die Dünenbereiche hatte das Heideland den Vorteil einer trockenen, mit kurzem Rasen bewachsenen Oberfläche mit vielen natürlichen Hindernissen. Als Ende des 19. Jahrhunderts der Rasenmäher erfunden wurde, entstanden auch Golfplätze auf Wiesenlandschaft, so daß das Golfspielen für viele Leute möglich wurde.

Aber der Golfboom war nur ein Teil des allgemein steigenden Interesses am Sport Ende des 19. Jahrhunderts. Aber das Golfspiel hat zwei Vorteile: Mann kann mit fast jedem Alter damit beginnen, und das System des Handikaps erlaubt es auch Golfern mit unterschiedlichen Fähigkeiten, miteinander zu konkurrieren.

Heute ist Golf eines der am weitesten verbreiteten Spiele in der Sportwelt. Es wird zur Zeit in über 80 Ländern von ca. 30 Millionen Menschen gespielt. Es werden weltweit rund 200 Millionen Pfund jährlich für Golfausrüstungen ausgegeben.